Wander- und Ausflugstips für Zermatt und Umgebung
Nachfolgend finden sich einige Vorschläge für Wanderungen und sehenswerte Ziele
im Gebiet von Zermatt für "normale" Leute ohne große Bergerfahrung.
Es
handelt sich freilich nur um eine Auswahl, denn die Möglichkeiten sind
umfangreich.
Wanderungen
Für alle Wanderungen empfiehlt sich ein entsprechender
Wetterschutz, darin ist ein Sonnenschutz sowohl im Sommer als auch im Winter
inbegriffen. Außerdem müssen die im Hochgebirge üblichen Vorsichtsmaßregeln
eingehalten werden.
In der Regel sind für Wanderungen um Zermatt feste
Bergschuhe mit kräftigem Profil notwendig.
Bitte verlassen Sie die Wege
nicht, damit die empfindliche Flora und Fauna geschützt wird.
Leichte Wanderung unter die
Nordwand des Matterhorns
von Furi über Zmutt nach Zermatt
Wanderung nach
Winkelmatten über Furi oder zur Gornerschlucht
Wanderung von Zermatt nach
Täsch
Wanderung zur
Gandegghütte
Wanderung zur Hörnlihütte
Sehenswertes
Wenn Sie nicht wandern wollen oder können, lassen sich doch
vor allem mit den Bergbahnen viele schöne Stellen erreichen. Bitte seien Sie
sich bewußt, daß Sie sich im Hochgebirge befinden, und verhalten Sie sich
vorsichtig, vor allem begeben Sie sich nicht ohne passende Ausrüstung in
unwegsames Gelände.
Einige sehenswerte Ecken sind auch mit körperlichen
Behinderungen erreichbar, am besten fragen Sie bei den Talstationen oder im
Tourismusbüro beim Bahnhof.
Kleines Matterhorn
Gornergrat
Schwarzsee
Sunnegga
Wichtig: Alle Angaben habe ich nach bestem Wissen und Gewissen
gemacht. Ich übernehme keine Garantien für die Machbarkeit der angegebenen
Ausflüge und Wanderungen. Alle Ausflüge und Wanderungen unternehmen Sie auf Ihre
eigene Verantwortung. Ich hafte nicht für eventuelle Schäden und Unfälle, die
aus der Befolgung meiner Vorschläge resultieren. Im Zweifelsfall lassen sie eine
Tour lieber sein und erkundigen Sie sich bitte vor Ort.
Ihr St.R.Schilling
Wanderungen
Nordwand
Eine leichte Wanderung führt von Furi aus in Richtung Zmutt und
weiter unter die grandiose Matterhorn-Nordwand mit ihrem ewigen Eis.(1-5
h)
Dazu begeben Sie sich zu Fuß oder mit der Gondelbahn nach Furi. Halten Sie
sich rechts und folgen dem (zunächst asphaltierten) Fahrweg Richtung Zmutt.
Dieser steigt leicht an, so daß Sie fast unmerklich Höhe gewinnen. Sie können je
nach Lust und Kondition beliebig weit gehen, bis nach Zmutt, oder durch den
kurzen Tunnel und immer weiter, vorbei an einigen Häusern und braungebrannten
Stadeln, so weit Sie mögen.
Zurück empfiehlt sich der gleiche Weg. Er ist
auch mit dem Kinderwagen und im ersten Teil auch mit dem Rollstuhl und auch mit
gewöhnlichen festen Straßenschuhen zu bewältigen, und kann auch im Winter
begangen werden.
Furi-Zmutt
Eine ebenfalls leichte Wanderung führt von Furi zum schönen Weiler Zmutt und
zurück nach Zermatt durch den Wald.(1-5
h)
Dazu begeben Sie sich wieder zu Fuß oder mit der Gondelbahn nach Furi. Halten Sie
sich rechts und folgen wie bei der vorherigen Wanderung dem (zunächst asphaltierten) Fahrweg Richtung Zmutt.
Kurz vor dem Stausee und dem Kraftwerk steigen Sie rechts etwas steil abwärts, überwueren die Brücke und
steigen auf der anderen Talseite wieder etwas bergan. Hier erreichen Sie den wunderschönen Walliser Weiler
Zmutt. Von Zmutt gehen Sie abwärts (guter Weg, aber teils recht steil) Richtung Zermatt und erreichen Zermatt bei der Talstation
der Bergbahn nach Furi.
Winkelmatten oder Gornerschlucht von Furi
Von Furi (dorthin mit der
Gondelbahn, oder zu Fuß) können Sie über den Weiler bzw. Ortsteil Winkelmatten
zurück nach Zermatt spazieren. Auch im Winter möglich, auf die Schlucht sollten
Sie dann aber verzichten. (1-2h)
Gehen Sie bei der Gondelbahnstation Furi
nach links um die Station herum und folgen draussen dem asphaltierten Fahrweg
erst ost-, dann bei der Schweigmatte (1843 Meter ü. NN.) nordwärts (abwärts)
Richtung Zermatt durch schönen Wald. Nach einiger Zeit zweigt ein unscheinbarer
Pfad mit einem Hinweisschild ohne Text (falls es nicht mittlerweile ersetzt
wurde) schräg links ab, dort können Sie in die imposante Gornerschlucht gelangen
(Eintritt ca. 5 Franken, zu bezahlen am nördlichen, d.h. unteren
Schluchtende).
Wenn Sie lieber nicht in die Schlucht wollen, folgen Sie dem
Fahrweg weiter bis nach Winkelmatten. Nachdem Sie den Findelbach überquert
haben, gelangen Sie zu der sehr schönen und viel photographierten
Kapelle.
Vor der Kapelle stehen Bänke zum Ausruhen. Wenn Sie mögen, können
Sie einige Meter nach rechts (Osten) gehen, dort gelangen Sie unter die
Findelbachbrücke der Gornergratbahn, und vor allem zu dem danebenliegenden
imposanten Wasserfall (im Winter eher ein Eisfall).
Nordöstlich, weit oben,
sehen Sie von der Kapelle aus bei halbwegs klarer Luft die spitzen,
eindrucksvollen Gipfel von Dom und Täschhorn.
Von Winkelmatten gibt es
verschiedene Wege zurück ins Zentrum von Zermatt, Sie können auch mit dem
Elektrobus fahren (ca. 3 Franken), aber der Weg zu Fuß ist
interessanter.
(Gehen Sie von der Kapelle nach links, also westlich, gelangen
Sie zur Talstation der Matterhorn(seil)bahnen).
Zermatt-Täsch
Von Zermatt wandern Sie an der Eisenbahn entlang nach
Täsch.(ca. 2 h)
Diese Wanderung erfordert an einigen Stellen festes Schuhwerk
mit gutem Profil, vor allem bei Nässe. Die Tour kann auch bergaufwärts
(Täsch-Zermatt) begangen werden. Im Winter ist diese Strecke lawinengefährdet
und sollte daher besser nicht begangen werden.
In Zermatt gehen Sie zwischen
dem modernen Gebäude des Alpincenters und der Kirche rechts aufwärts Richtung
Trifthütte. Nach einigen Metern zweigt der Weg nach Täsch rechts ab, und führt
leicht oberhalb des Ortes am Hang entlang über schöne Wiesen. Achtung bei
starker Sonneneinstrahlung, der nächste Schatten ist erst in einer Baumgruppe
nach ca. einem bis anderthalb Kilometern zu erwarten! Nach einiger Zeit kommen
Sie oberhalb des Bahnhofes vorbei und gehen dann talabwärts i.d.R. parallel zur
Bahnstrecke. Da die Züge zum großen Teil in Galerien verkehren, werden Sie sie
eher hören als sehen. Auf den Galerien liegen viele große und kleine Felsbrocken
von den Felsen weiter oben.
In Täsch können Sie die Mattervispa auf einer
Brücke überqueren und den Rückweg mit dem Pendelzug oder Taxi antreten. Wenn Sie
wollen, können Sie ohne großen Höhenunterschied auch noch bis Randa wandern
(etwa 3 Kilometer, folgen Sie zunächst der Mattervispa bzw. der Eisenbahn auf
dem Weg, der links der Vispa verläuft), von wo Sie mit der Eisenbahn zurück nach
Zermatt gelangen können.
Gandegghütte
Eine kurze Wanderung mit schönem Gletscherblick. (30
min)
Fahren Sie mit der Seilbahn bis zur Station Trockener Steg. Von dort
folgen Sie, mit guten Bergschuhen ausgerüstet, dem breiten Weg in südliche
Richtung, vorbei an einem häßlichen Betonbau. Nach 200 bis 300 Metern führt bei
einem Felsen der Weg zur Gandegghütte nach links aufwärts. In ca. 20 Minuten
sind Sie bei der bewirtschafteten Hütte, von wo Sie einen schönen Blick auf die
imposanten Gletscherbrüche unterhalb des Breithorns sowie natürlich auf das
Breithorn selbst und das Kleine Matterhorn haben.
Hörnlihütte
Eine recht anspruchsvolle Wanderung mit sehr schönen
Ausblicken und einigen schwierigen Stellen, direkt am Matterhorn.
(4-8 h für
Hin- und Rückweg mit Pausen, 700 Höhenmeter jeweils im Auf- und Abstieg )
Diese Bergtour ist nur während der Öffnungszeiten der Hörnlihütte im Sommer
sinnvoll. Die Begehung des Weges zur Hörnlihütte erfordert gute Bergschuhe,
Wetterschutz und Verpflegung (Trinken!, evtl. Essen), und sollte nur bei gutem
Wetter erfolgen, und nur dann, wenn Sie schon über einige Bergerfahrung
verfügen.
Der Weg an sich ist nicht übermäßig schwierig, aber teilweise über
Abgründen und in einem Bereich leicht ausgesetzt auf einem Grat. Der Abstieg ist
wegen der Gefahr des Ausrutschens technisch schwieriger als der Aufstieg. Auch
im Sommer muß im oberen Teil mit vereisten Stellen gerechnet werden. Wenngleich
einige Teile des Weges mit Seilen gesichert sind, kehren Sie lieber um, als das
Risiko einzugehen, mit zunehmender Geschwindigkeit über Geröllhänge zu
rutschen.
Der Weg zur Hörnlihütte ist kaum zu verfehlen. Von der Station
Schwarzsee gehen Sie, der Ausschilderung folgend, zunächst abwärts, später nur
noch aufwärts immer dem deutlich sichtbaren Weg folgend. Nach einigen Anstiegen
verläuft der Weg auf etwa 2700 Meter über NN. ein Stück flach, um sich dann in
Serpentinen zur Hörnlihütte zu winden. Wenn es warm zu werden verspricht, gehen
Sie so zeitig los wie möglich, um über Mittag in größeren Höhen mit angenehmeren
Temperaturen zu verweilen. Wenn Sie erst um 11 Uhr aufbrechen, wie es
anscheinend viele tun, werden Sie gebraten! Unterwegs gibt es etliche Felsen und
Vorsprünge, wo man im Schatten rasten kann. Einen Eindruck von der Tour können
Sie sich hier verschaffen.
Sehenswertes
Kleines Matterhorn
Über die Stationen Furi und Trockener Steg erreichen
Sie mit der Seilbahn das 3882 Meter hoehe Kleine Matterhorn. Die letzten Meter
legen Sie mit einem Lift zurück und müssen dann noch einige Stufen hinauf zum
Gipfel steigen, was in der dünnen Luft einige Anstrengung kostet. Dafür werden
Sie bei schönem Wetter mit einem grandiosen Ausblick bis zum Mont Blanc, nach Italien, auf
die vielen Viertausender des Wallis incl. Matterhorn und die Berge der Berner
Alpen sowie auf das nahe Breithorn mit seiner Gipfelwächte entlohnt. Falls
die Bahn in Betrieb ist, ist der Ausflug auch bei leichtem Nebeltreiben
interessant! Besuchen Sie auch die Gletschergrotte!
Falls
Sie aus dem Tiefland angereist sind, unternehmen Sie die Fahrt auf 3882 Meter
besser nicht gleich am ersten Tag, sondern gewöhnen sich erst einmal bei anderen
Ausflügen an die Höhe.
Gornergrat
Eine Fahrt mit der Gornergratbahn auf den 3100 Meter hoch
gelegenen Gornergrat eröffnet Ihnen im Sommer wie im Winter phantastische
Ausblicke auf die Gegend. Der Preis ist enorm, dafür sollten Sie die Möglichkeit
nutzen, auf jeder Station unterwegs auszusteigen, und mit der nächsten Bahn
weiterzufahren. Die Bahnen fahren während der Saison i.d.R. alle 24 Minuten. Auf
der Station Riffelalp gelangen Sie mit einem kurzen Fußmarsch zum neuen Hotel
Riffelalp, mit schöner Aussicht zum Matterhorn und ins Tal.
Auf Riffelberg
starten im Sommer oftmals Gleitschirmflieger, auch gibt es dort mit etwas Glück
Murmeltiere zu sehen.
Von der Station Rotenboden können Sie im Sommer mit
festen Schuhen einen kleinen See erreichen, in dem sich das Matterhorn spiegelt.
Wenn Sie etwas näher an den Abgrund gehen, haben Sie einen schönen Blick auf den
gewaltigen Gornergletscher.
Von der Endstation Gornergrat aus liegt das
gewaltige Massiv des zweithöchsten Berges der Alpen, des Monte Rosa, in beinahe
greifbarer Nähe. Unterhalb des Gornergrates vereinigen sich mächtige Eisströme
zum Gornergletscher, und oftmals zieht ein kühler Windhauch herauf.
Schwarzsee
Der Schwarzsee ist ebenfalls über Furi mit der Gondelbahn zu
erreichen. Nahebei steht eine kleine Kapelle. Sie befinden sich hier schon sehr
nahe am Matterhorn, und können mit einem Fernglas wohl auch ein paar Bergsteiger
ausmachen.
Dieser Ausflug ist auch im Winter zu empfehlen, wenn Sie sich mit
den allerersten Gondeln am Morgen auf den Weg machen, ehe die ganzen
Wintersportler eintreffen.
Sunnegga
Nach Sunnegga gelangen Sie mit einer Standseilbahn, die im
Tunnel verläuft. Von der Station aus haben Sie einen herrlichen Blick auf das
Mattertal, mit einigen Viertausendern wie Matterhorn, Zinalrothorn und Weißhorn.
Von Sunnegga können Sie mit der Gondelbahn auch noch höher
hinaufgelangen.
Im Winter, wenn alle Bergbahnen in Betrieb sind, und Sie über
einen Skipass verfügen, so daß Sie nicht alles einzeln bezahlen, bietet sich
eine Rundreise Zermatt-Sunnegga-Blauherd-Gant-Hohtälli-Gornergrat-Zermatt
an. Dabei sollten Sie darauf achten, daß die Bahnen im Winter ihren Betrieb
gegen 16:30 Uhr einstellen, außer der Gornergratbahn, d.h. gegen 16:30 sollten
Sie auf dem Gornergrat angekommen sein! Im Zweifelsfall fragen Sie besser das
Bergbahnpersonal.
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